Walter Mantow (30.5.1897 - 18.7.1941)
Wohnhaft: Krönkenhagen 20
Walter Mantow geboren am 30.05.1897 in Wismar, war bis zum Ausbruch eines Nervenleidens als Malermeister tätig. Nachdem er seine Arbeit nicht mehr ausführen konnte, war er auf Pflege durch seine Mutter angewiesen. Jedoch waren die Pflege- und Hilfsmaßnahmen von der Mutter allein nicht zu bewältigen. Daraufhin stellte sie zahlreiche Anträge zur Unterstützung an das Wohlfahrtsamt Wismar. Um weitere Unterstützung kümmerte sich ein Armenpfleger des städtischen Wohlfahrtsamtes. Wegen besseren Befindens konnte Mantow am 22.05.1933 seine Arbeit für kurze Zeit wieder aufnehmen.
Der damalige behandelnde Arzt Dr. Liebenthal beschrieb jedoch später, dass Walter Mantows Geistesstörungen sich binnen 2 Jahren verschlimmert haben. Der Arzt plädierte für die dringende Aufnahme von Walter Mantow in eine Heilanstalt. Am 18.10.1934 stellte die Mutter von Walter Mantow einen Antrag auf Aufnahme ihres Sohnes in ein Heim in Wismar. Einen Tag später erfolgte die Einlieferung in das Alters- und Pflegeheim. Dort verblieb er bis zum 16.05.1935. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Krankheit Mantows verschlimmert, so dass er nach Veranlassung seines Arztes in die Heil- und Pflegeanstalt Sachsenberg-Schwerin verlegt wurde. Am 9.11.1937 schrieben die Ärzte eine dauerhafte Anstaltspflege in Schwerin vor.
Am 18. Juli 1941 wurde Walter Mantow mit 134 anderen Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Sachsenberg mit der "gemeinnützigen Krankentransportgesellschaft" - einer Organisation der SS - in die Tötungsanstalt Bernburg verlegt und noch am selben Tag vergast.
Walter Mantow starb im Alter von 44 Jahren.