Johann Frehse (10.1.1886 - 20.1.1942)
Wohnhaft: Kanalstraße 8
Johann Frehse wurde am 10. Januar 1886 in Bantow als Sohn einer Landarbeiterfamilie geboren.
Später lebte der gelernte Schiffszimmermann in Wismar als Fischer. Sein Leben wurde schon früh durch Kriegsinvalidität eingeschränkt. Während seiner Militärzeit verlor er durch eine Sprengpatronenexplosion seine linke Hand und sein linkes Augenlicht. 1931 schloss sich Frehse der KPD an und nahm an antifaschistischen Aktionen teil.
Auch nach dem 30. Januar 1933 blieb er in der KPD und wechselte in den Widerstand. Deswegen wurde er am 6. Dezember 1934 im Zuge eines Hochverratsprozesses zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Anschließend war Frehse erheblich daran beteiligt, Parteigenossen mit seinem Fischerboot nach Dänemark ins Exil zu bringen. Darunter war unter anderen Franz Jakubek, der Vorsitzende der Wismarer Ortsgruppe, den er am 5. Mai 1934 versucht hatte außer Landes zu bringen.
Dabei wurden sie aufgegriffen und Frehse musste eine Haft in Dreibergen-Bützow absitzen. Danach kehrte er nach Wismar zurück wo er bis 1939 mit seiner Familie lebte. In diesem Jahr wurde er erneut festgenommen und ins KZ Sachsenhausen eingeliefert. Am 29. August wurde er nach Dachau gebracht.
Dort wurde er am 20. Januar 1942 in Schloss Hartheim ermordet.